Aktuelles zum Thema RSA und ASR A5.2

 
     
 

Neue Handlungshilfe zur ASR A5.2 (Vorveröffentlichung)
Ein halbes Jahr nach Inkrafttreten der ASR A5.2 erfolgte Ende Juni 2019 die Vorveröffentlichung der dazugehörigen Handlungshilfe, die hier als PDF-Datei abrufbar ist:

 
 

 

 
 

 

PDF-Download:
Handlungshilfe für das Zusammenwirken von ASR A5.2 und RSA bei der Planung
von Straßenbaustellen im Grenzbereich zum Straßenverkehr - Entwurf Juni 2019

Quelle: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)

 

 
 

 

 
 

Hinter dem etwas sperrigen Titel verbirgt sich eine Zusammenstellung von Empfehlungen bzw. Maßnahmen, die bei Anwendung der ASR A5.2 eine zumindest eingeschränkte Befahrbarkeit der betroffenen Straßenabschnitte ermöglichen sollen. Die Handlungshilfe gibt Hinweise für die Durchführung von Arbeiten an Straßen unter Berücksichtigung der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) und der Technischen Regel für Arbeitsstätten ASR A5.2. Dabei werden die Anforderungen für die Verkehrsführung nach den „Richtlinien für die Sicherung von Arbeitsstellen an Straßen“ (RSA, 1995) berücksichtigt. Die Handlungshilfe ist darauf ausgelegt, alle an der Planung, Ausschreibung, Ausführung und Überwachung befassten Personenkreise bereits in der Planungsphase zu unterstützen.

Ziel der Handlungshilfe ist es, zum einen für wichtige Bereiche in Regelungen und Hintergründe der ASR A5.2 einzuführen und zum anderen Anwendungsbeispiele zu geben - sowohl für die unmittelbare Anwendung der Vorgaben der ASR A5.2, als auch für den Umgang mit Abweichungen. In diesem Zusammenhang werden auch Hinweise zu Ausnahmeregelungen der RSA (z.B. zur Unterschreitung von Regelfahrstreifenbreiten) gegeben, die eine Grundlage für die Festlegung von Maßnahmen mit unterschiedlichen verkehrlichen Auswirkungen bilden.

 
 

 

 
 

gute Hilfestellung, aber kein Allheilmittel
Angesichts der inzwischen auf über 100 Seiten angewachsenen Handlungshilfe wird schnell klar, dass die Probleme, die sich durch die Anwendung der ASR A5.2 ergeben, nicht ohne Weiteres gelöst werden können. Grundsätzlich ist anzumerken, dass die Handlungshilfe kein Allheilmittel darstellt, über welches die Arbeitsschutzvorgaben gewissermaßen "durch die Hintertür" wieder ausgehebelt werden können, um letztendlich doch irgendwie eine ansonsten notwendige Vollsperrung abzuwenden.

So sollen die grafischen Anwendungsbeispiele insbesondere für Planer, Ausschreiber und Ausführer lediglich Unterstützung und Hilfe bieten. Es sind ausgewählte Beispiele für bestimmte Ausnahmefälle, jedoch keine Regellösungen. Die Handlungshilfe ersetzt ausdrücklich nicht die Abstimmungen mit den zuständigen Behörden und deren erforderliche Genehmigungen.

In erster Linie bietet das Werk Hilfestellung bei der Bewertung von Arbeitsverfahren, die vor allem in bestimmten Zeitfenstern die Aufrechterhaltung des fließenden Verkehrs irgendwie ermöglichen - und sei es durch Anordnung einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 10km/h. Grundsätzlich muss den Anwendern der Handlungshilfe jedoch klar sein, dass unter der Maßgabe, den Verkehr doch "irgendwie" fließen lassen zu können, der ein oder andere Bewertungsmaßstab entwickelt wurde, der sich bei genauer Betrachtung so nicht halten lässt.

Insbesondere die ganze Thematik der Breitenbeschränkung von Fahrstreifen, das Ausfiltern des "LKW-Verkehrs", oder der Einsatz von transportablen Schutzeinrichtungen (die nunmehr "temporäre Schutzeinrichtungen" heißen), wird in vielen Fällen etwas stark idealisiert. So muss z.B. beim Einsatz von temporären Schutzeinrichtungen eigentlich auch deren Auf- Um- und Abbau berücksichtigt werden, was unter Anwendung der ASR A5.2 letztendlich auch wieder zu einer Vollsperrung führt und entsprechend leistungsfähige Umleitungsstrecken erfordert.

 
     
 

Auch werden Markierungsarbeiten in der Handlungshilfe nur stark idealisiert betrachtet, obwohl deren Beurteilung eigentlich hochkomplex und problembehaftet ist, sofern man von einer - wenn auch nur kurzzeitigen - Vollsperrung absehen will. So geht die durchgeführte Bewertung z.B. davon aus, dass beim Einsatz von gängigen Markiermaschinen der Fahrer seitlich zur markierenden Linie sitzt, so dass in diesen Fällen ein BM nicht zu berücksichtigen sei.

Tatsächlich wird der Markierer in der Praxis aber z.B. bei Störungen oder notwendigen Anpassungen an der Applikationsapparatur jederzeit von seinem Fahrersitz springen und entsprechende Korrekturen vornehmen. Dies muss bei einer fachgerecht durchgeführten Gefährdungsbeurteilung natürlich berücksichtigt werden. Auch das Wechseln von Folienrollen wird in der Praxis immer an Ort und Stelle, an der dem Verkehr zugewandten Seite der Markiermaschine erfolgen, denn kein Markierer setzt seine Maschine freiwillig alle 100m neu an der Vormarkierung an, nur um den Folienwechsel im "sicheren Arbeitsbereich" durchzuführen.

 
     
 

 
 

Wie dieses Foto zeigt, kann zudem auch bei Markierungsarbeiten die Notwendigkeit eines Mitgängerbetriebes bestehen. Zwar handelt es sich hierbei in der Regel um Ausnahmen, dennoch sind solche Tätigkeiten im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung ebenfalls zu berücksichtigen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

 
     
 

Dieser Artikel wird in Kürze fortgesetzt

 
 

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Stand: 07/2019

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