Informationen zur RSA-Neufassung 2021

 
     
 

Der Autor hat bewusst nicht den ersten April zur Bekanntgabe dieser Information genutzt, um mögliche Irritationen zu vermeiden. In diesem Jahr, genauer gesagt am 12. Juli 2021, feiert der Arbeitskreis RSA der FGSV sein zwanzigjähriges Bestehen. Nachdem ab der Konstituierung im Jahr 2001 ursprünglich nur eine Aktualisierung der Teile A und D vorgesehen war, ergab sich durch zahlreiche Änderungen im Vorschriftendschungel der Bedarf, die RSA komplett zu überarbeiten. Nach nunmehr zwei Jahrzehnten und mindestens zwei wegen Verstößen gegen das Zitiergebot gescheiterten StVO-Novellen, ist es jetzt soweit: Der Schlussentwurf zur neuen RSA liegt mit Stand März 2021 vor.

 
     
 

 
     
 

Gemessen an den eher spärlichen Anpassungen der Anfangsjahre, sind letztendlich - insbesondere auf der Zielgeraden - einige bedeutsame Änderungen erfolgt und auch der Autor dieser Website muss bereits vorab gegebene Informationen hier und da korrigieren. Dies setzt natürlich voraus, dass der jetzt vorliegende Entwurf in dieser Form bestätigt wird - wovon im Grunde ausgegangen werden kann. Das Inkrafttreten der neuen RSA ist dem Vernehmen nach für 2021 avisiert. Mit Rücksicht auf die Arbeit des AK und eine hoffentlich baldige Veröffentlichung, wird es auf dieser Website vorerst keine weiteren Informationen zum Inhalt der neuen RSA geben. Im Hintergrund wird die gesamte Website bereits an den zu erwartenden Stand der künftigen RSA angepasst - die Freischaltung der neuen Inhalte erfolgt dann mit dem endgültigen Inkrafttreten der überarbeiteten Richtlinien zur verkehrsrechtlichen Sicherung von Arbeitsstellen an Straßen.

 
     
 

Es bleibt zu hoffen, dass mit den neuen RSA der Blick der Verantwortlichen auf fachgerechte Verkehrssicherung geschärft wird, denn die Praxis zeigt auch im Jahr 2021, dass die bereits seit dem Jahr 1980 bzw. 1995 gültigen Vorschriften nicht bzw. nicht hinreichend umgesetzt werden. Hierzu einige aktuelle Beispiele (März '21):

 
     
 

 
 

Dieses Foto könnte auch aus dem Jahr 1991 stammen (Zeichen 123) - tatsächlich wurde es im März 2021 aufgenommen. Diese Art der Aufstellung ist natürlich in jeder Hinsicht unzulässig, sowohl den Seitenabstand, als auch die Standsicherheit betreffend. Die Unfallgefahr durch das schräg eingeschlagene Schnureisen ist ebenfalls nicht zu unterschätzen. Überschätzen bzw. überbewerten sollte man wiederum nicht die Auswirkungen solcher Eisen auf die Standsicherheit - mehr dazu später.

 
     
 

 
 

Wer nach dem Überqueren der Fahrbahn auf der anderen Straßenseite angekommen ist, wird durch das Z 1000-22 auf den gegenüberliegenden Gehweg verwiesen.

 
     
 

 
 

...der weitere "Weg" sieht dann so aus.

 
     
 

 
 

Aufgrabungen und Flatterband - seit Jahrzehnten unzulässig, trotzdem weiterhin praktiziert - natürlich mit Duldung durch die zuständigen Behörden.

 
     
 

 
 

Flatterband an Aufgrabung, mangelhafte Standsicherheit der Absperrschrankengitter, deutlich eingeschränkte Wegbreite.

 
     
 

 
 

Ungesicherte Baumaschine im Gehwegbereich. Keine sichere Fußgängerführung.

 
     
 

 
 

Aufgrabungen und Flatterband gehören für einige Unternehmen offenbar immer noch untrennbar zusammen.

 
     
 

 
 

...Grabentiefe ca. 1,50m

 
     
 

 
 

Gehweg - Endstation.

 
     
 

 
 

Versuchsaufbau eines Fußgänger-Notweges, ohne Sicherung gegenüber der Aufgrabung und ohne wirksame Trennung vom fließenden Verkehr.

 
     
 

 
 

Sparsamkeit in Höchstform...

 
     
 

 
 

...und Mut zur Lücke.

 
     
 

 
 

Verkehrssicherung im Jahr 1967 2021 nach Feierabend...

 
     
 

 
 

...und während der Arbeitszeit. Fußgängerführung?

 
     
 

 
 

Weiterer Versuch eines Fußgängernotweges. Keine Anrampung am Bordstein, keine wirksame Trennung gegenüber dem fließenden Verkehr.

 
     
 

 
 

Rechts vorbei, links vorbei, rechts vorbei - die richtungweisende Bedeutung von Leitbaken wird wohl auf ewig ein Buch mit sieben Siegeln bleiben.

 
     
 

 
 

Das gilt innerorts und hier speziell im Bereich von Abbiegespuren genauso...

 
     
 

 
 

...wie außerorts - in diesem Fall bei der Rückverschwenkung bzw. Verschwenkung der Gegenrichtung

 
     
 

 
 

Paradebeispiel für eine nicht der Örtlichkeit entsprechende Anordnung und Ausführung von Regelplänen. Der hier angekündigte Fahrstreifeneinzug findet nicht statt, da es in dieser Fahrtrichtung an dieser Stelle nur einen Fahrstreifen gibt. Folglich entfällt hier auch das Überholverbot durch Z 276, da dies bereits durch Z 295 erwirkt wird.

 
     
 

 
 

Einige Meter weiter bekundet die nicht ausgekreuzte Fahrstreifentafel eine ganz andere Verkehrsführung, als dies tatsächlich der Fall sein soll.

 
     
 

 
 

Und auch das Thema Standsicherheit ist trotz der seit 1997 in den ZTV-SA definierten Vorgaben nicht geläufig.

 
     
 

 
 

Das betrifft natürlich auch die Kombination von Verkehrszeichen und Absperrgeräten in derselben Fußplatte

 
     
 

 
 

Schnureisen stellen nicht nur eine erhöhte Unfallgefahr dar, sondern bewirken ggf. auch eine erhöhte Umfallgefahr.

 
     
 

 
 

Wichtig ist, dass der einst projektierte Verkehrszeichenplan irgendwie in der Praxis umgesetzt wird - egal wie fragwürdig das Ergebnis ist.

 
     
 

 
 

Wie war das doch gleich bei zweifeldigen LSA-Signalgebern: Erst Gelb, dann Rot, nach Rot folgt Aus, nicht Rot-Gelb. Über die technische Ausführung bzw. Aufstellung des "Wiederhol-Signalgebers", sowie dessen generelle Funktion, lässt sich sicherlich auch diskutieren.

 
     
 

 
 

Und ja, fachgerechte Fahrbahnmarkierung ist eine gewissermaßen Kunst. Das hier vermutlich auch. Getreu dem Motto: Ist das Kunst, oder kann das weg?

 
     
 

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Stand: 03/2021

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